{Bauanleitung für eine Laterne, ähnlich der Abbildung in der "Macijowski-Bibel"}
Vorbetrachtungen:
Oben gezeigte Abbildung war Vorlage zum Bau eigener Laternen.
Die Laterne auf der Abbildung scheint aus 2 (runden?) Scheiben zu bestehen, die mittels 4-5 Streben auf Abstand gehalten werden.
Arbeitsaufwand: circa 4 Stunden
Die erste Laterne besaß einen Innen-Zylinder aus Glas.
1. Die Rohmaterialien
2. Das Werkzeug:
4. aus dem Leimholzbrett werden Quadrate je 150 x 150 mm ausgesägt
Jedes Quadrat wird mittels Stichsäge zum Kreis mit 150 mm Durchmesser.
4.1 der Fuss - bekommt gar keine ;-)
4.2 der Boden
4.3 der Deckel
Mit Raspel, Feile und Schleifpapier werden alle Kanten und Bohrungen geglättet
5. die Streben
6. das Rundholz
7. das Deckelblech
Er bekommt ein großes Entlüftungsloch in der Mitte und zwei kleine Bohrungen
8. Zusammenbau
- in die Bohrungen des Rundholzes werden die 2 Streben (10 mm) eingeleimt
- zwei Schrauben von unten durch den Fuß halten das Rundholz
Das ganze Fußteil wird mit aufgesetztem und entzündetem Licht durch den
Von der Verwendung von Kerzen bei diesen Zylindermaßen rate ich ab!
Das war's dann eigentlich schon!
Viel Erfolg beim Nachbauen!
Bitte lasst mich wissen, wenn diese Beschreibung unklar oder unvollständig ist!
PS: ein netter Gag: bedingt durch die Bauweise läßt sich der Fuß zum Transport in die Laterne hineinschieben -
Diese sollten dem rauhen Lagerleben möglichst lange standhalten, der Vorlage ähneln, einfach zu reinigen und mit den Mittel einer "Kellerwerkstatt" zu bauen sein.
Zwischen den Streben schützt ein Zylinder (aus Pergament?) die Lichtquelle.
Oben verschliesst eine Halbkugel (aus Metall?), unten ein geschwungener Fuß die Laterne.
Welche Lichtquelle verwendet wird (Öl oder Kerze) ist nicht sichtbar, ebensowenig der Zugang zum Licht.
Verglichen mit der Größe der Hand des Soldaten scheint ein Durchmesser von 15 cm und eine Höhe von 25 cm realistisch.
Und so sieht mein Nachbau aus:

Materialpreis pro Stück: circa 3 Euro
Gesamthöhe: 27 cm
Durchmesser: 15 cm
und hier die Arbeitsschritte zum Nachbauen:
(auf die kleinen Bilder clicken für grosse Ansicht)
Leider konnte ich später keine mehr bekommen,
daher bin ich auf eine weniger "A"-Alternative ausgewichen.

- ein Brett Leimholz (1200 x 300 x 18 mm)
- eine Mineralwasserflasche (aus Kunststoff)
- ein Rundholz (50 x 600 mm)
- zwei Holzstäbe (10 & 12 mm, Buchenholz)
- nicht abgebildet: Kupferblech (60 x 150 x 1 mm) und Pergamentpapier

- Stichsäge
- Bohrmaschine
- Säge
- Lochkreissäge (LKS)
- Bohrer (10,5 & 12 mm)
- Holzleim
- nicht abgebildet: Raspel und Feile
3. von der Flasche werden Hals und Boden abgesägt
Der so entstandene Zylinder wird später mit Pergamentpapier beklebt.
Seine Maße bestimmt alle weiteren!
Daher gebe ich hier keine genauen Grössen an sonder beziehe mich immer wieder auf "den Zylinder"
- schließlich weiss ich ja nicht, was ihr für Wasser trinkt ;-)
Mein Zylinder hat 80 mm Durchmesser und ist 140 mm lang


Je nach Verwendung bekommen sie unterschiedliche Bohrungen:


- 4 Bohrungen (12 mm) auf einem Kreisbogen, der im Radius 10 mm größer ist,
als der Zylinder (nicht ganz durchbohren!)
- 1 Loch mit der LKS (50 mm) für das Rundholz mit 2 Aussparungen
(ca. 12 x 12 mm) für den Verschluss

- 4 Bohrungen (12 mm) auf einem Kreisbogen, der im Radius 10 mm größer ist,
als der Zylinder (nicht ganz durchbohren!)
- 1 Loch mittels Stichsäge, genauso groß wie der Zylinderdurchmesser

- 4 Stäbe (12 mm) die etwas länger (ca. 15mm) sind, als der Zylinder
- 2 Stäbe (10 mm) die 20 mm länger sind, als der Durchmesser vom Rundholz

Insgesamt ist das Rundholz 80 mm lang.
Es bekommt "über Kreuz" 2 Bohrungen (10,5 mm).
Deren Abstand zueinander entspricht der Dicke des Leimholzes.

Leider habe ich keine Erfahrung mit Blechtreibarbeiten, so dass ich mich außerstande sah,
eine Halbkugel aus Blech anzufertigen. Daher hier eine vereinfachte Version aus einem Blechstreifen.
Dies hat allerdings den Nachteil, das der Wind die Kerze auspusten kann :(
für den Aufhängebügel. Die Form wird freihand gebogen,
zuerst die seitlichen Füße, dann zum Halbkreis (zBsp. über ein Rohr).
- 4 Streben (12 mm) in die Löcher von Deckel und Boden einleimen
- den mit Pergamentpapier beklebten Zylinder durch das Deckelloch einschieben
- der gebogene Blechstreifen wird auf den Deckel geschraubt


Boden gesteckt und mit einer viertel Drehung arretiert.
Man muss sonst darauf achten, dass diese auch absolut gerade steht - sonst schmort der Zylinder an!
Empfehlenswert sind Teelichter (nicht zuviel Hitze und tropfen nicht).
Es könnte auch leicht ein Öllicht eingebaut werden...
Nun kann das ganze Kunstwerk noch mittels Holzbeize "gealtert" oder mit Lack wetterfest gemacht werden...
spart wertvollen Stauraum ;-)
| © 12.Januar 2010 · thoMas · |